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interpack China 2026: Was einen genaueren Blick verdient.

Shanghai, 16.–18. November: Aus swop wird interpack China. Worauf es bei Papier, Einlagen und Ihrer nächsten Verpackung nach Maß ankommt.

5 Min. LesezeitRedaktion Scatole.comAktualisiert am
Skyline von Shanghai vom Bund aus gesehen, mit dem Oriental Pearl Tower und einem Schiff auf dem Huangpu. Aufnahme aus dem Jahr 2019.

Titelbild: Shanghai vom Bund aus, 2019. Shane54MM / Alexander Weih, Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Auf einem Foto kann eine Schachtel perfekt aussehen und beim Öffnen trotzdem unpraktisch sein: Das Produkt verrutscht, lässt sich kaum herausnehmen oder ein fein gezeichnetes Logo verliert auf dem gewählten Papier an Schärfe. Solche Details fallen auf einem Messestand selten zuerst auf. Im Gebrauch entscheiden sie jedoch darüber, ob eine Verpackung funktioniert. Mit diesem Blick betrachten wir die kommende interpack China.

Shanghai, 16. bis 18. November

Die interpack China 2026 findet vom 16. bis 18. November im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) statt, wie die offizielle Veranstaltungsseite bestätigt. Wer die Messe als swop, Shanghai World of Packaging, kennt, findet sie unter ihrem neuen Namen wieder. Die Umbenennung gilt ab 2026 und wurde von den Veranstaltern angekündigt.

Das angekündigte Programm umfasst Maschinen, Verfahren, Materialien, Druck, Etikettierung und digitale Lösungen. Nicht jede Neuheit ist für ein Unternehmen relevant, das eine Präsentationsbox oder Faltschachtel bestellen möchte. Deshalb greifen wir einige Punkte auf, die sich für ein konkretes Verpackungsprojekt lohnen – auch ohne Reise nach Shanghai.

Das Shanghai New International Expo Centre, der angekündigte Veranstaltungsort. Archivaufnahme von 2011, keine Aufnahme der Messe 2026.
Das Shanghai New International Expo Centre, der angekündigte Veranstaltungsort. Archivaufnahme von 2011, keine Aufnahme der Messe 2026. Pyzhou, Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0. Bilder für die Webdarstellung verkleinert und in WebP umgewandelt; keine inhaltliche Veränderung der Motive.

Papier aus der Nähe betrachten

Bei einem Papiermuster fällt meist zuerst die Farbe auf. Danach lohnt es sich, den Bogen umzudrehen, seine Oberfläche zu fühlen und das Verhalten an der Falzkante zu prüfen. Eine ausgeprägte Struktur kann einer Schachtel Charakter geben. Enthält das Druckmotiv kleine Schrift oder feine Linien, sollte der Druck auf diesem Papier getestet werden.

Bei einer festen Schachtel erfüllen Trägerkarton und Bezugspapier unterschiedliche Aufgaben. Eine Faltschachtel erhält ihre Form dagegen durch Schneiden, Rillen und Kleben des Kartons selbst. Material und Konstruktion werden deshalb gemeinsam gewählt. Unser Leitfaden zu Verpackungspapier erläutert, was vor der Auswahl einer Oberfläche zu vergleichen ist.

Wird ein Material als nachhaltig bezeichnet, fragen wir nach den Eigenschaften, die diese Aussage begründen. Treffen diese Eigenschaften auch auf die vollständige Verpackung zu, einschließlich Klebstoffen, Veredelungen und Einlage? Das Wort allein beschreibt noch kein Verpackungskonzept.

Eine gute Einlage lässt das Produkt auch wieder heraus

Eine passgenaue Aussparung soll den Inhalt halten und zugleich eine einfache Entnahme ermöglichen. Dafür brauchen wir die Maße des tatsächlichen Produkts. Ein Verschluss, ein hervorstehender Rand oder ein empfindliches Teil können die benötigte Kontur verändern. Ebenso wichtig sind der sichtbare Anteil des Produkts und der Platz für die Finger.

Eine Kontureinlage aus Karton und eine Schaumstoffeinlage bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Die Optik ist nur ein Kriterium. Auch Form, Gewicht, Anordnung und vorgesehene Nutzung zählen. Für ein Set mit mehreren Produkten sollten Schachtel und Einlage zusammen entwickelt werden.

3D hilft. Ein Muster beantwortet andere Fragen.

In der Vorschau lassen sich Proportionen, Öffnung und Anordnung des Inhalts vergleichen, bevor ein Prototyp gebaut wird. Hinter dem Bild stehen Bauteile, die geschnitten und montiert werden müssen. Materialstärken, Einschläge des Bezugspapiers, Passungsspiel und die Anordnung auf dem Bogen müssen festgelegt sein.

Bei Scatole.com nutzen wir Cartis, unsere Software für Konstruktion und Produktionsmanagement, um Modelle, Maße, Materialien und Auftragsfortschritt zu verbinden. Zur Materialoptimierung gehört auch die Bogenausnutzung: Ein anderes Format kann die Zahl der Teile verändern, die auf einen Bogen passen. Der Nutzen muss für den jeweiligen Entwurf und die tatsächliche Stückzahl beurteilt werden.

Ein physisches Muster bleibt erforderlich, wenn Haptik, Druckbild, Produktentnahme oder Verschluss geprüft werden sollen. Eine klare 3D-Ansicht erleichtert Entscheidungen. Wie ein Schubfach gleitet oder sich ein Deckel öffnen lässt, kann man damit nicht fühlen.

Die Fertigung bis zum fertigen Stück verfolgen

Bei einer Vorführung richtet sich die Aufmerksamkeit schnell auf die Geschwindigkeit der Maschine. Wir würden auch den Formatwechsel, die Ausrichtung des Bezugspapiers und die Kontrolle des fertigen Stücks betrachten. Bei einer Schachtel nach Maß muss die Qualität mit dem gewählten Material und dem vorgesehenen Verfahren geprüft werden.

Unser Video aus der Werkstatt zeigt einen Arbeitsschritt beim Beziehen von Hand. Material positionieren, die Faltung führen und Kanten sauber ausarbeiten: Diese Handgriffe bleiben wichtig, auch wenn die Konstruktion mit moderner Software erfolgt. Die Technik unterstützt die Vorbereitung; anschließend muss das Stück gefertigt und geprüft werden.

Der Einstieg in Ihr Verpackungsprojekt

Stellen Sie vor der Modellwahl die Produktmaße, das Gewicht, die geplante Stückzahl und die Anforderungen an die Präsentation zusammen. Geben Sie an, ob Ihre Maße Innen- oder Außenmaße sind. Wenn bereits Druckdaten vorliegen, schicken Sie diese mit: Konstruktion und Druck beeinflussen einander.

Vergleichen Sie eine Schachtel mit Boden und Deckel, eine Magnetbox oder eine Schubladenbox anhand der gewünschten Öffnung. Für eine Kollektion von Fläschchen bietet das Discovery Set einen Einstieg in deren Anordnung. Für bedruckte Faltschachteln beginnen Sie im Folding Carton Studio. Die verlinkten Konfiguratoren sind auf Englisch verfügbar.

Mit der Modellwahl beginnt das Projekt. Vor der Produktion vereinbaren wir, was am Muster zu prüfen ist: Einsetzen, Entnehmen, Schließen und Oberfläche. So kann aus einer Idee von der Messe eine passende Lösung für Ihr Produkt werden.

KURZANLEITUNG

Schritt für Schritt zu Ihrer Box

Wählen Sie ein Modell, gestalten Sie Ihre Ausführung und prüfen Sie das Ergebnis vor der Bestellung.

  1. 01DAS MODELL

    Wählen Sie Ihre Box

    Wählen Sie den Aufbau, der zu Ihrem Produkt passt. Öffnen Sie unten ein Studio, um mit der Konfiguration zu beginnen.

  2. 02DIE DETAILS

    Gestalten Sie Ihre Ausführung

    Geben Sie Innenmaße und Menge ein. Wählen Sie die für das Modell verfügbaren Materialien und Druckverfahren. Anschließend erstellen Sie Ihre Gestaltung oder laden Druckdaten hoch.

  3. 03OPTIONAL

    Ergänzen Sie eine passende Einlage

    Für eine kaschierte Box können Sie eine Einlage aus Schaumstoff oder Karton ergänzen. Ihre Größe passt sich der Box an. Bei Faltschachteletuis gehen Sie direkt zur abschließenden Prüfung.

  4. 04DAS ERGEBNIS

    Prüfen und abschließen

    Prüfen Sie die 3D-Vorschau und die Übersicht. Wenn die Box eine Einlage hat, kontrollieren Sie auch deren Aussparungen. Legen Sie das Produkt in den Warenkorb oder fragen Sie ein Angebot an.

Bauart auswählen

Wie geht es weiter?

  • Box oder FaltschachteletuiOnline bestellen

    Legen Sie das konfigurierte Produkt in den Warenkorb und schließen Sie die Bestellung ab. Die Versandkosten werden an der Kasse berechnet oder gesondert angeboten.

  • Box mit SchaumstoffeinlageOnline bestellen

    Sie sehen den Preis für das Set und legen Box und Einlage gemeinsam in den Warenkorb.

  • Box mit KartoneinlageAuf Anfrage

    Fragen Sie ein individuelles Angebot an. Die Angaben zu Box und Einlage sind bereits beigefügt.